So steht es auf einer Tasse, die wir einmal von einem erfolgreichen Firmenberater geschenkt bekamen – und was soll ich sagen? Es stimmt! Als wir 2002 mit der Ausbildung in klassischer- und Blitzhypnose auch für Nichtmediziner begonnen haben, waren wir Pioniere unserer Zeit. Es gab eigentlich keine Mitbewerber und die großen Mediziner-Fachgesellschaften wussten bis auf Ausnahmen gar nicht, dass es uns gibt. Als erste Fachgesellschaft für Nichtmediziner wurde die Freie Gesellschaft für Hypnose e.V. von uns mitbegründet. Eigentlich war die Ausbildung damals als weiteres Standbein gedacht. Hätte uns damals jemand erzählt, dass wir vier Jahre später das größte deutsche Hypnose-Ausbildungszentrum eröffnen, hätten wir sicher ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. So haben damals auch einige recht gegrinst, als wir begonnen haben – in Nebenzimmern von Gaststätten, aber schon mit PC und Beamer.
Bereits nach kurzer Zeit verlegten wir die Seminare in 3- und 4-Sterne Hotels und der Zulauf wurde immer größer. Hinzu kam das Ausbildungszentrum Basel (Schweiz) und damit auch eine ganze Reihe weiterführender Ausbildungen. Der Hypnosecoach wurde geboren und immer mehr Hypnotiseure machten sich selbständig auf diesem Gebiet. Nicht nur als Hypnotiseur. Einige Kandidaten haben sehr schnell, teils nach dem zweitägigen Grundseminar bereits, eine eigene Schule eröffnet. Naja, das kann man schon. Man kann hypnotisieren und man kann den Stoff aus dem Seminarheft pauken. Fragen beantworten? Hierzu genügt doch auch eine gute Fantasie, oder?! Nun hat das aber nicht immer so geklappt mit dem Goldesel. Der wollte manchmal nicht die Taler spucken bei den neuen Mitbewerbern, die sie sich erhofft hatten. Jetzt waren wir plötzlich nicht mehr die Lehrer, sondern die Konkurrenz und wir konnten uns allerlei gefallen lassen (… dann beschimpft…). Trotzdem waren und sind die positiven Dinge doch absolut in der Überzahl. So viele Selbständigkeiten und Hilfe für Personen, denen sonst so schnell sicher nicht geholfen worden wäre, machen Spaß!
Mit den weiterführenden Seminaren haben wir dann ganz schnell festgestellt, dass es schier unmöglich ist, diese ordentlich in einem Hotel, o.ä. durchzuführen. Man benötigt ruhige Räume zum Üben, Therapieliegen, Technik, usw. Das alles ist in einem Hotel kaum durchführbar, es sei denn man kommt mit einem LKW und mietet zahlreiche Zimmer zusätzlich an.
Das Schicksal wollte es nun vor zweieinhalb Jahren, dass wir ein Haus fanden oder das das Haus uns fand? Auf jeden Fall war es genial geeignet für unser Vorhaben: Die Hypnose soll in Deutschland den Stellenwert erhalten, den sie verdient! Dazu benötigen wir hervorragende Hypnotiseure! Daraus wurde inzwischen das größte Hypnose-Ausbildungszentrum in Deutschland mit insgesamt über 1000 m² und hervorragender Seminar- und sonstiger Technik. Und nun kommen wir zum “…zum Schluß geklaut!”. Das Ausbildungszentrum nachmachen? Das wäre teuer und somit nicht im Sinne einiger Nachmacher. Unser Lehrgangsmaterial? Das wäre was! Und hoppla… haben nicht schon einige Seminarteilnehmer, die bereits ein Grundseminar bei einem anderen Veranstalter mitgemacht haben, so lala Kopien von unseren früheren Ausbildungsheften mitgebracht?! Naja, sicher hatte der das morphogenetische Feld angezapft und unsere Ideen auf diese Art und Weise zu seinen gemacht. Das diese Ausbilder zum Teil im Seminar von den selben Erlebnissen berichteten, die ich höchstpersönlich erlebte, ist aber schon krass… In den letzten Tagen wurde ich nun auch gleich mehrfach angeschrieben, dass Plagiate unserer Homepage, unserer Namen, der Freien Gesellschaft für Hypnose e.V., unserer AGBs, usw. unterwegs sind. Nun das ehrt uns! Wer kopiert schon etwas schlechtes? Nur ist und bleibt es eben eine Kopie. Soviel ist klar. Wer nicht weiß wo der Unterschied zwischen einem echten Adidas-Schuh und einem gefälschten Piraten-Schuh ist, der braucht nur mal ein paar Kilometer darin joggen… Ganz davon abgesehen jedoch, dass wir zusehen können, wie unsere Ideen abgekupfert werden, dürfen wir uns nun auch noch beschimpfen lassen, wenn wir öffentlich in unserem eigenen Forum darauf hinweisen! Oh – das geht nun aber doch zu weit. Vielleicht versteht es ja der Eine oder Andere, dass es hier nicht um die Bauklötze im Kindergarten geht. Es geht hier darum, dass zum großen Teil Unsinn verbreitet wird mit einem seriösen Anstrich aufgrund geklauter Informationen. Eine Webseite ist schnell erstellt. Das machen Kids oder Studenten für ein Taschengeld. Häufig sind es auch fertige Website-Konzepte oder CMS-Systeme, die mit Plug and Play aufgesetzt wurden. Sind die Zeiten, in denen man sich selbst etwas geschaffen hat und stolz darauf sein konnte, denn endgültig vorbei? Naja, wieso das Rad neu erfinden, wenn man sich das aus dem Internet kopieren kann? Lass doch andere die Arbeit machen… Nur hat das einen großen Unterschied! Wenn sich unser Team etwas einfallen lässt, dann sind hier Köpfe dahinter. Da wurde gearbeitet und man hat sich etwas dabei gedacht. Das wissen die Kopierer wiederum nicht. Die können nur kopieren. So wie ich einen Motor kopieren kann und trotzdem keine Ahnung haben muss, warum der überhaupt funktioniert. So ist es auch hier. Urkunden aus dem Urkundengenerator und Ausbildungen zum Teil aus englischen Videos abgekupfert, oder eben von uns. Supertoll. Naja, aber wie gesagt: Wir sind stolz darauf, dass wir kopiert werden, denn man kopiert keinen Unsinn. Jedoch gibt es neben Gesetzen auch eine Ehre – und die haben viele nicht.
Doch was wären wir ohne all die Ausbilder, wie Rainer, Franz, Bernd, Joseph, Korkut, usw. – an dieser Stelle vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit!