Gestern ging der Vorstoß, sorry Vorschlag der Bundesärztekammer durch die Medien, Rauchen als Krankheit einzustufen. Damit müssten dann die Krankenkassen die Raucherentwöhnung bezahlen. Klingt gut, oder? Natürlich klingt das gut. Die Konten der Schulmediziner würden anschwellen, wenn es plötzlich 20 Millionen mehr Kranke in Deutschland gäbe. Das bedeutet demnach, dass knapp ein Viertel der bundesdeutschen Bevölkerung zwangskrank gemacht wird. Überlegen wir doch einmal weiter. Wer bezahlt die Raucherentwöhnung? Alle Versicherten bezahlen das. Die Kassenbeiträge würden dann also für die Nichtraucher steigen. Man kann ja nicht a) die Raucherentwöhnung von der Krankenkasse bezahlen lassen und gleichzeitig b) von den Rauchern höhere Beiträge verlangen. Da würden sicher auch die Verfassungsrichter in Karlsruhe ein Wörtchen mitreden. Als nächstes wären alle Raucher geächtet. Aber noch schlimmer… Was ist mit rauchenden Ärzten? Wer geht schon gerne zu einem kranken Arzt? Aber kein Problem, der kann ja dann zum Kollegen gehen und sich auf unsere Kosten behandeln lassen. Nur schade, dass es derzeit kein medizinisches Raucherentwöhnungsprogramm gibt, dass man in ein paar Stunden erlernen kann und das auch funktioniert. Aber genau das hätten sich die Herren eingebildet. Eine Fortbildung für Ärzte, Dauer wenige Stunden.
Also ihr vielleicht in Zukunft kranken Menschen. Jetzt wird euch nicht nur die Gaststätte gesperrt, jetzt wird dann das Rauchen in Gegenwart von Nichtrauchern sicher auch noch zur Körperverletzung! Aber vielleicht wird es ja auch anders herum. Da Rauchen eine Sucht ist, bekommt man vielleicht Zigaretten auf Rezept?
Marlboro Retard 1000 – Das wär’s doch, oder?
Also ist es vielleicht doch nicht so dumm? Die Ärzte haben wieder mehr Arbeit (die Überlastung der Klinikärzte ist ja sicher nur eine Verschwörungstheorie), verdienen wieder mehr Geld und die Nichtraucher zahlen die Zigaretten auf Rezept mit. Super Aussichten in Deutschland, wenn die Bundesärztekammer damit nur durchkäme. Tut sie aber anscheinend nicht. Es gibt schlaue Köpfe im Parlament, die dieselben auch verwenden können und merken, welchen Irrsinn man hiermit beginnen würde. Außerdem weiß die Bundesärztekammer nichts von der Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose. Das sind die Spezialisten für Raucherentwöhnung habe ich mir sagen lassen, bzw. wurde einem Bekannten gesagt. Der hat vor längerer Zeit dort ernsthaft angerufen und wollte sich das Rauchen abgewöhnen: “Mindestens 15 Sitzungen benötigen wir! Wir müssen ja erst einmal herausfinden warum Sie überhaupt rauchen!”. Aha, die Betonung liegt auf “mindestens 15 Sitzungen” und “müssen”. Diese Suggestion wirkt derart, dass der Proband sicher nicht nach zehn oder zwölf Sitzungen aufhört, wenn er MINDESTENS 15 davon benötigt. Aber gut Ding will Weile haben. Ich frage mich jetzt nur wer bei wem einmal in die Lehre gehen sollte. Die Bundesärztekammer bei der MEG oder umgekehrt?
Ihr merkt schon: Ich bin kein Mediziner – und das ist gut so. So kann mir die Bundesärztekammer wegen meiner Frechheit das Grundgesetz wörtlich zu nehmen (Artikel 5) zumindest keine auf den Deckel hauen, bzw. es tangiert mich nicht, wenn sie meine nicht vorhandene Zulassung als Arzt abnehmen möchten. Als Arzt hätte ich mich das nicht getraut. Eher hätte ich mir selbst einen Knebel in den Mund gestopft. Aber so ist das eben. Ich habe also nichts gegen Mediziner… zumindest nicht gegen die, die wirklich helfen wollen. Bei denen, die Medizin als Macht ansehen, ist das etwas anderes.
So, früher hätte ich mir jetzt eine Zigarette angezündet. Aber diese Zeiten sind vorbei. Bleibt mir nur den Rauchern alles Gute und einen guten Hypnotiseur zu wünschen, der echte klassische Hypnose und Raucherentwöhnung in einer Sitzung anbietet. So wie bei www.hypnotiseure.com.
