Archive for Juli, 2010

Neues vom Quirl (2) :-)

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Wir erinnern uns (2008):

Quirl 2008

Inzwischen ist er zwei und kein kleiner, sondern ein großer Racker geworden! :-)

Der Quirl-Fanclub fragt wieder mal nach neuen, aktuellen Fotos. Da kann ich weiterhelfen:

Quirl :-)

Huch… :-)

Also gut, hier wieder mit hypnotischem Blick:

Quirl :-)

Er ist übrigens auch gerne der Chef am Futternapf! :-)

Gut und böse, schwarz und weiss…?

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Wie oft hört man von “schwarzer Magie” oder “weißer Magie”, von den Guten und den Bösen, von Himmel und Hölle, etc. Doch wer entscheidet eigentlich, was positiv ist und was negativ? Gibt es “schwarze Magie” überhaupt? Gibt es die Hölle, oder ist das nur eine Erfindung?

Es ist wirklich hochinteressant. Vor zwanzig Jahren, ja sogar vor zehn Jahren hätte sich kaum einer getraut, öffentlich von Jenseitskontakten zu reden. Damals, 1993, war die Sendung “Stimmen aus dem Jenseits – Menschen, die mit Toten reden” (RTL, Hans Meiser), die aufgrund meiner Zuschrift produziert wurde, schon etwas besonderes. Da ging es keineswegs um schwarze und weiße Magie, sondern nur um die Tatsache an sich. Die Zahl der Leute, die so etwas durchführten, war sehr übersichtlich. Heute ist es so, dass in jeder Straße irgendein Magier sitzt, der sich meist der “weißen Magie” rühmt, Hände auflegt um zu heilen und eventuell um das Böse auszutreiben. Der Kontakt zu Verstorbenen oder besser noch zu Engeln ist zum Volkssport geworden. Weiß natürlich! Wer was anderes behauptet, ist tiefschwarz!

Es besteht hier jedoch eindeutig Klärungsbedarf, wie mir scheint. Wir wissen alle, dass Strom gelb ist, aber Magie – oder Energie in Verbindung mit Information ist schwarz oder weiß? Wieso nicht auch gelb? Wenn man sich einmal Gedanken darüber macht, stellt man sehr schnell fest, dass es doch grundsätzlich relativ ist, oder? Es hängt doch immer von der Sichtweise des Betrachters ab, ob etwas gut oder böse ist. Für einen “Schwarzmagier” ist das eigene Tun doch immer “weiß”, oder? Es ist für ihn völlig legitim. Also wird sich wohl nahezu jeder “Schwarzmagier” (aus unserer Sicht) als “weißer Magier” (aus seiner Sicht) präsentieren und das Schönste ist, dass wir auch noch beide Recht haben! Das erinnert mich direkt an Schrödingers Katze! Die ist ja auch gleichzeitig tot und lebendig… :-) (Google ist Dein Freund, für alle, die dieses Gedankenexperiment aus der Quantenphysik nicht kennen).

Natürlich wissen wir trotzdem was “gut” und “böse” ist. Wir haben ein Wertesystem geschaffen, dass auch notwendig ist, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Das sind Gebote und Paragraphen. Manche sehr wertvoll, manche so wertlos wie ein Kropf. Das DEFINIERT also, was wir als gut und was wir als böse anzusehen haben. Doch bleibt es definitiv ein Konstrukt. Was machen wir aber ohne diese Definitionen? Oder noch besser, wer hat zu entscheiden was “gut” und was “böse” ist, was “schwarz” und was “weiß”, wenn es um Dinge geht, die nicht in Gesetzbüchern stehen?

Stellen wir uns einfach einmal vor, dass wir jemanden geheilt hätten. Da es ein Hypnoseblog ist, mit Hypnose. Supertoll! Wirklich? Wer sagt mir, dem Hypnotiseur, ob ich hier eine gute Tat vollbracht habe? Vielleicht habe ich dem Kranken eine wichtige Erfahrung in seinem Leben genommen? Vielleicht aber auch nicht. Die Heilung kann also schwarz oder weiß, entsprechend unserem Wertesystem sein. Verstanden?

Nun gibt es Menschen, die entscheiden einfach, ob etwas oder jemand “schwarz” oder “weiß” ist. Manchmal berufen sich diese Menschen auf “Obrigkeiten” wie “Engel” oder irgendwelche “höheren Wesen”.  Das ist dann die Königsdisziplin und es gibt so viele, die darauf hereinfallen… Anstatt sich selbst zu befragen und bei sich selbst nachzuhören, läuft man der “Obrigkeit” und deren selbst ernannten Vertretern hinterher. So kann man ja wunderbar die Verantwortung abgeben! So, wie es gerade bei Loveparade passiert. Keiner will die Verantwortung haben.

Ist es denn wirklich so schlimm, Verantwortung zu übernehmen für seine eigenen Entscheidungen? “Vor wem?” werden sich vielleicht manche fragen. Nun, vor sich selbst, oder? Ich bin niemandem verantwortlich, nur mir selbst. Ich muss meine Entscheidungen mit mir selbst ausmachen und nicht mit einer Obrigkeit. Wenn ich jedoch entscheide, die Entscheidungen abzugeben und ab sofort am “schwarz/weiß”-Denken teilzunehmen, dann bin ich auch nicht mehr ich selbst, oder? In diesem Moment bin ich Sklave, oder Roboter. Hoppla… Ist das nicht eine der Urängste, die Menschen manchmal haben, wenn man sie hypnotisieren will? So sind wir wieder beim Thema!

Ist Hypnose jetzt eigentlich schwarz oder weiß? :-)

Denkt mal darüber nach! Aber eins gebe ich euch mit: Wer jemanden als schwarz bezeichnet, ist selbst schwarz – in meinem Wertesystem. ;-) Wie sollte er denn sonst erkennen können wollen, was schwarz ist… ;-)

Wolfgang Künzel vs. James Braid

Mittwoch, Juli 14th, 2010

Am 17.06.2010 wurde ich in unserem Forum darauf hingewiesen, dass ich eine große Ähnlichkeit mit James Braid hätte, woraus man schließen könnte, dass ich möglicherweise tatsächlich in einem früheren Leben eine der größten Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Hypnose gewesen sein könnte. Naja… im ersten Moment fand ich die Idee ja absolut absurd. Stell’ Dir einfach mal vor, jemand kommt zur Tür hineinspaziert und erklärt dir, dass du möglicherweise die Wiedergeburt einer berühmten Persönlichkeit bist. Sofort habe ich mich zurückerinnert an eine “Arabella”-Sendung bei PRO7, in der Nofretete, Cleopatra, Mozart, Schiller & Co. anwesend waren. Ich war entsetzt damals… Aber auch an eine Rückführung in Hypnose, die Enrico Caruso zum Vorschein brachte. Der junge Mann hat sogar eine italienische Arie in meinem Wohnzimmer geschmettert (siehe auch mein Buch “Schlaf! Klassische Hypnose lernen“). Also grundsätzlich gesehen ist es dann doch nicht so absurd, oder? Geht man vom Reinkarnationsgedanken aus, der in nahezu allen Religionen verankert ist (übrigens ursprünglich auch im Christentum), wäre es ja grundsätzlich möglich. Die Wahrscheinlichkeit eine Person des öffentlichen Lebens gewesen zu sein, ist ja grundsätzlich genauso groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Reisbauer in China war. Also habe ich Spaßeshalber ein paar Fotos gegenübergestellt:

Gegenüberstellung James Braid - Wolfgang Künzel

Foto Wolfgang Künzel: Copyright Die Hypnoseakademie

Gegenüberstellung Wolfgang Künzel - James Braid

Foto Wolfgang Künzel: Copyright Bernhard Huber

Najaaaa…. Eine gewisse Ähnlichkeit ist ja nicht aus der Luft gegriffen.

Dann habe ich mich etwas näher mit James Braid befasst. Er war Schotte…. – tja, wie war das? Xenoglossie nennt man das, wenn man Sprachen spricht, die man nie zuvor gelernt hat. So wie ich mit 15 Jahren bei Sprachferien in England einen derartigen schottischen Dialekt gesprochen habe, dass mir die Engländer zunächst meine deutsche Herkunft nicht geglaubt haben und nach Vorzeigen des Passes total entsetzt waren. Ich habe das auf eine mir bekannte Inkarnation in Schottland um 1500 herum geschoben, aber wer sagt, dass es nicht mehrere waren? Ein Indiz.

James Braid war Chirurg und Augenarzt. Interessanterweise hat mich die Medizin, bzw. die Physiologie schon als Kind extrem interessiert. Naturwissenschaften waren mein Steckenpferd und auch schulisch war ich im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig des Gymnasiums. Interessant, aber natürlich kein Beweis. Interessanter sind hier möglicherweise andere Indizien. So mein Interesse an der Hypnose, seit meiner Kindheit und das ich völlig ohne Probleme, jedoch ohne Lehrer, vor über fünfundzwanzig Jahren das Hypnotisieren erlernt und fleißigst hypnotisiert habe. Aber auch speziell zu James Braid gibt es Indizien. Es heißt, James Braid habe den Begriff “Hypnose” erfunden. Ich bin vor längerer Zeit schon darauf gestoßen, dass das falsch ist. Siehe hierzu “Die Geschichte der Hypnose“:

Hypnose

Das Wort “Hypnose” wurde NICHT von James Braid erfunden. Doch wer kommt auf die Idee, Dinge zu hinterfragen, die als selbstverständlich gelten? Vielleicht jemand, der unbewusst weiß, dass es einfach falsch ist?

Dann habe ich mir die Mühe gemacht und ein einen großen Teil seines Werkes “Neurypnology – or the rationale of the nervous sleep considered in relation with animal magnetism” gelesen. Laut Wikipedia soll Braid 1841 das erste Mal mit dem Hypnotiseur Lafontaine in Kontakt gekommen sein. Ungefähr 1 1/2  Jahre später hätte er das vorgenannte Werk veröffentlicht. Das ist doch etwas ungewöhnlich. Es erinnert mich zwar an viele Schüler, die nach dem Grundseminar Hypnose bei mir eine Hypnoseschule eröffnen und so zum Boom der Hypnoseschulen in Deutschland beitragen (eine Homepage kann heute jeder auf einen Server laden…), jedoch schätze ich Braid aufgrund des Inhalts etwas anders ein. Denn allein die vielen Beispiele aus seiner praktischen Arbeit UND gleichzeitig die völlig andere Technik, also der Fixationsmethode (La Fontaine war ein Mesmerist, der keine Fixationsmethode kannte), lassen mich sehr zweifeln, ob diese Informationen so richtig sind. Hier ist auf jeden Fall noch Bedarf der Nachprüfung.

Doch eine Sache hat mich dann auf jeden Fall schmunzeln lassen, bzw. zunächst ein entschiedenes “Das gibt’s doch nicht!” entlockt. Als ich dieses Jahr mein Buch “Schlaf!” veröffentlicht habe, wusste ich noch nicht, dass ich mir kurz darauf das Buch “Hypnotismus und Spiritismus” von Prof. Dr. med. Lapponi, Leibarzt des Papstes Pius X. und Leo XIII. zulege. In der Abhandlung über die Geschichte der Hypnose finde ich plötzlich:

Sleep

 Naja… darüber werde ich jetzt mal nachdenken. :-)

Alles in allem ist das furchtbar spannend. Wer weiß was noch herauskommt? Ich sollte einfach einmal die Orte in Schottland besuchen. Bis dahin finde ich es witzig und interessant – ohne es zu werten. Sagen wir mal “interessante Zufälle und Übereinstimmungen” dazu. Oder doch mehr? Es darf sich jeder sein eigenes Bild machen und seine eigene Meinung bilden. :-)

Mein favorisierter Seminarraum im Ausbildungszentrum Arnstorf heißt übrigens schon immer “James Braid”… :-)

Seminarraum James Braid in der Hypnoseakademie

Mehr zum Thema gibt es auf folgenden englischsprachigen Seiten:

www.johnadams.net und www.iisis.net

Ja, die Hypnoseakademie bildet jeden in Hypnose aus!

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Wie bereits berichtet war ich in Berlin wieder beim TV-Dreh. Natürlich kam auch zum tausendsten Mal die Frage, wie wir schwarze Schafe aussortieren können und ob wir jedem Menschen die MACHT der Hypnose näherbringen. Aber natürlich! Selbstverständlich tun wir das! Stellt euch doch nur mal vor, wir würden beispielsweise einem Türken verweigern, Hypnose zu erlernen. Den Aufschrei möchte ich hören! Hinzu kommt aber auch noch die EU-Richtlinie 2000/43/EG des Rates vom 29. Juni 2000 zur Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ohne Unterschied der Rasse oder der ethnischen Herkunft. Also, liebe Medienvertreter, wir sind sogar verpflichtet dazu, jeden Menschen anzunehmen. Diese Verpflichtung werden wir zwar in begründeten Fällen übergehen, aber grundsätzlich hat jeder Mensch das Recht auf Bildung – oder seht ihr das anders? Na, dann bin ich mal gespannt, ob das öffentlich rechtliche Fernsehen (um die geht es gerade) auch bereits von dieser Regelung gehört hat, oder ob wir als die Bösen hingestellt werden, die Bildung ohne Rücksicht auf Verluste jedem Menschen anbieten, Hauptsache die Kohle rollt.

Spannende Hypnose-Zeiten und neues in der Hypnoseakademie

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Wenn hier längere Zeit kein Eintrag erfolgt, dann haben wir viel zu tun… Aber das ist gut so! In den letzten Wochen hatten wir zwei TV-Drehs. Den Letzten habe ich gestern in Berlin absolviert. Ja, ich weiß, aber trotzdem nein. Ich darf vor der offiziellen Bewerbung in den Medien nichts verraten. Daher nur zwei kleine Fotos von den beiden Drehs:

TV-Dreh Hypnose         TV-Dreh Hypnose

Auf jeden Fall hat es wieder viel Spaß gemacht und jetzt bin ich mal gespannt auf das Ergebnis.

Dazwischen waren wir jedoch auch nicht untätig. Ich bin ja kein NLP-Gegner, ich habe nur etwas dagegen, wenn NLP als Hypnose verkauft wird. Das ist Unsinn und wenn ich E-Mails bekomme mit solchem Inhalt, dann stellt es mir die Zehennägel auf: “Das läuft so ab: Ich soll die Augen schließen, dann erzählt er mir z.b. etwas von einer schönen Wiese auf der schöne Blumen stehen, dann gibt es da einen Helfer den ich mir aussuchen sollte, und ich soll mir eine besser Zukunft auf dieser schönen Wiese ohne Probleme und Hemmungen vorstellen.” Dann steht am Ende noch: “Ist 130,00 € die Stunde eigentlich ein normaler Preis?”. Da klappt dann der Unterkiefer vollends hinunter. Meine Antwort war eine einfache Gegenfrage: “Ist 130 Euro für eine Märchenstunde angemessen?”. Aber auch das ist natürlich kein NLP.  Aber was ist NLP überhaupt? Wie funktioniert NLP? Was können wir mit NLP erreichen? Hierfür haben wir ab sofort unsere neue Ausbilderin.

Inge Stockner, NLP-Ausbilderin der Hypnoseakademie

Ab September geht es los mit jeweils dreitägigen Modulen. Eine sehr interessante Sache, insbesondere auch für gehobenes Management, Sport, etc. – aber eben keine Hypnose. Das ist immer noch etwas anderes… ;-)