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Schottland … Eine Reise in die Vergangenheit – Teil 1

Mittwoch, September 7th, 2011

Im Juni dieses Jahres war es so weit. Die lang erwartete Reise nach Schottland begann. Zunächst ging es von München mit der erprobten Lufthansa nach London Heathrow, einem der größten Flughäfen der Welt. Hier durfte ich gleich wieder feststellen, dass sich Englisch am leichtesten in England spricht. :-) Ich hatte also schon beim Exchange keine Probleme und später beim Taxi, Hotel, usw. auch nicht. Am kommenden Tag war ein Ausflug nach Stonehenge geplant, der auch wie geplant stattfand, doch hatte ich das Gefühl, dass die Welt extra untergeht, weil ich nach dreißig Jahren wieder in Stonehenge aufschlage. Ich kenne ja London und weiß, dass es auf der Insel nicht immer so hübsch zu geht, aber was mir und den Mitreisenden hier geboten wurde, war schon Elementemagie vom Feinsten. Das Wasser und das Luftelement haben solche Freudentänze gemacht, mich wieder zu sehen… Doch hat sich das leider extrem nass geäußert.

Stonehenge

Ein Glück, dass ich aufgrund des zu erwartenden Wetters in den Highlands mit hervorragender Funktionskleidung vorgesorgt hatte. Es hat schon was, dieses Monument… Tags darauf war ich mit Engelchen und Teufelchen unterwegs. Teufelchen hat mir eingeflüstert, dass London Gatwick, der andere Flughafen, gar nicht so weit weg sein kann, dafür hat Engelchen aber den London Underground

London Underground

so angetrieben, dass ich im letzten Augenblick noch dem letzten Aufruf für das Checkin nach  Inverness folgen konnte. Doch ab da war wieder Teufelchen am Werk. Irgend etwas passte nicht… dann wurde ein Vorgesetzter geholt und dann ging es … angeblich. Mein Gepäck und ich waren eingechecked, da Engelchen eingegriffen hatte. Dann ging ich zur Sicherheitskontrolle, wo sich wieder Teufelchen meldete. Irgend etwas sei mit dem Flugschein doch nicht in Ordnung, oder mit dem System… Diesmal hat sich Engelchen in Form einer jungen, blonden Easy Jet Mitarbeiterin  gemeldet, die mit mir zurück zum Check In joggte und da der Flug längst geschlossen war, den Big Boss holte, der das Unmögliche möglich machte und mir einen neuen Flugschein ausstellen ließ. Damit ich auch nicht noch verkehrt laufe, hat sie mir noch das Gate auf die Hand notiert, ist mit mir wieder ur Sicherheitskontrolle gejoggt und hat mich durch den Super-VIP-Eingang geschleust. Puh, dachte ich, geschafft! Von wegen… War doch zwischendrin wieder Teufelchen unterwegs… Denn als ich bei dem bezeichneten Gate ankam, stellte sich heraus, dass es der Flug nach Rom war, der dort auf Abflug wartete. Hier wartete aber wieder Engelchen auf mich, die per Funk herausfand wo ich hin musste und bescheid gab, dass noch jemand fehlt. :-) Natürlich war eins klar: Teufelchen hatte das Gate so gewählt, dass es genau entgegengesetzt zum richtigen lag und ich so durch den gesamten Flughafen rennen musste um zum Flugzeug zu kommen. Einzig der Applaus der Fluggäste hat noch gefehlt, doch zumindest wurde ich gleich mit einem Glas Wasser bedacht, bevor wir los flogen. Engelchen hatte gewonnen und ich war kurz vor einem Wadenkrampf. :-)

Angekommen in Inverness, begann eines meiner größten Abenteuer. Es ging ja auch darum, Reinkarnation zu überprüfen. So war die Intention der Reise, festzustellen was wirklich dran ist, an Erinnerungen an frühere Leben, die ich seit jeher habe. Ich verließ das Flugzeug und es geschahen zwei fantastische Dinge. Einerseits fühlte ich mich “endlich zu Hause” und andererseits wurde ich vom Land begrüßt. Man kann das nicht mit Worten erklären. Es war ein unglaubliches Gefühl und eine Übermittlung von Informationen und Emotionen, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Es war nur noch “Wow…”. Abgeholt wurde ich gleich vom Leihwagenvermieter, der mich zur Verleihstation brachte und mir den Schlüssel für mein Vehicel der nächsten Tage übergab. Linksverkehr! “Auweia….”, dachte ich zuerst, aber dann war es gar nicht das Problem. Relativ schnell hatte ich mich an Linksverkehr und “In 0 point 3 miles, enter roundabout!” gewöhnt und als erste Aktion nach Bezug des Hotels besuchte ich das “Culloden Battlefield”. Hier fand eine unglaublich, kurze, dafür extrem blutige Schlacht statt, die in die Geschichte einging. Kaum hatte ich die Halle des Museumbaus betreten, war schon ein Schotte bei mir, als hätte er den ganzen Tag schon und nur auf mich gewartet. Ich glaube das war tatsächlich so! Es hat sich auf Deutsch gesagt den A… aufgerissen, mir sämtliche Informationen über meine vorherige Inkarnation zu beschaffen. Interessanterweise fiel es mir gar nicht so schwer, seinem wirklich heftigen schottischen Slang zu folgen. Nach einiger Zeit sagte ich ihm, dass ich nun gerne das Schlachtfeld ansehen würde. Er sagte mir, dass er bis dahin weitere Informationen sammeln werde. Ich war total baff.
Das Schlachtfeld selbst, ein Moor, hatte es wirklich in sich. Ein Friedhof der Highlander. Aber es strahlte den unglaublichen Stolz der Männer aus, die dort gefallen sind. Es war sehr emotional, diesen Ort zu besuchen…

Culloden Battlefield Culloden Battlefield

Es fällt mir nun schwer, so mit Teil eins zu enden. Daher um Abschluss von Teil eins meines Reiseberichts etwas schönes! Nach einem absolut genialen Abendessen (frischer Fisch, hervorragend zubereitet), ging es am nächsten Tag zunächst einmal an die Küste und unter anderem zum Dolphin Sightseeing. Hättest Du gedacht, dass an der Schottischen Küste freie (!!!) Delfine leben?

Freie Delfine an der schottischen Küste Schottische Küste

Teil II mit den Highlands … in Kürze! :-)

Alle Fotos: Copyright Wolfgang Künzel, 2011