Es ist ja inzwischen schon wieder eine Zeit lang her. Doch habe ich es angekündigt und hier ist nun der Bericht über meine faszinierende Reise auf die Phillippinen.
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch Mitglied bei Facebook und der Drang nach einer Fernreise wurde immer größer. Doch wohin? Es sollte etwas sein was ich noch nicht kenne, irgendwie sollte es bezahlbar bleiben, Wasser und Meer waren Voraussetzung und Natur. Eine Idee war also, die Frage bei Facebook einzustellen und siehe da, kaum gefragt bekam ich schon eine Einladung einen Trip auf die Phillippinen mit zu machen. Gemeinsam macht es natürlich doppelt Spaß und so war die Angelegenheit sehr schnell unter Dach und Fach. Gebucht haben wir einen Flug mit KLM – Royal Dutch Airlines über Amsterdam nach Manila. Um es gleich zu sagen. Die Maschine des Hinflugs, eine Boeing 777, war nagelneu und anscheinend so sauteuer, dass es für die Einstellung von Köchen nicht mehr gereicht hat. Die 1-Euro Jobber, die das Essen gepanscht haben, waren also wirklich unterste Schublade. Das Essen war regelrecht ungenießbar. Ein Engländer muss drei Jahre Lehre machen um so schlecht kochen zu können. Doch war das natürlich in Hinblick auf das Ziel noch verkraftbar.

Die Maschine selbst war jedoch hochmodern und so gingen auch die 12 Stunden Flug von Amsterdam bis Manila “wie im Flug” vorüber.

Angekommen auf den Phillippinen, wo kurz vorher und übrigens auch kurz nach uns ein Taifun (auch Hurricane) wütete, tat sich wieder eine neue Kultur auf. Da ich bereits gut getestet bin mit fremden Kulturen, hatte ich keinerlei Probleme. Im Gegenteil. Es war kein Problem, mit den netten Leuten dort Freundschaft zu schließen. Am Manila Airport wurden wir gleich vom hoteleigenen Fahrdienst abgeholt und erlebten Manila einmal in der Rushhour. Ich wurde gleich ermahnt, den Fotoapparat nicht aus dem Fenster zu halten. Der Regen hätte meiner wasserdichten Kamera zwar nichts ausgemacht, Langfinger warten jedoch gerade auf eine solche Möglichkeit. Ja, so ist das in armen Ländern. Wer also einmal Lust verspürt auf Entwicklungsländer lässt seine Rolex und die Goldkette besser zu Hause. Auf jeden Fall waren wir zwei Stunden nach der Landung im Hotel und konnten die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen genießen.

Zwei absolute Highlights gab es im Rahmen der Reise. Christian, seines Zeichens Radioman
kam jeweils auf die glorreichen Ideen, war dann als einziger jedoch nicht dabei. Naja, vielleicht beim nächsten Mal! *g* Eigentlich hatte er mich ja bereits vor der Reise darauf hingewiesen, dass es in Subic Bay einen Wasserpark gibt, mit der Möglichkeit mit Delfinen zu schwimmen. Er kannte ja meinen unglaublichen Bezug zu diesen Tieren. Nun war diese Chance natürlich einmalig und so war es klar, dass diese Aktion nicht ausfallen durfte. Im Ocean Adventure Parc in Subic bekamen wir tatsächlich sehr kurzfristig einen Termin und hatten dort die Möglichkeit, mit Delfinen in einer abgeteilten Bucht im Meer zu schwimmen. Dieses Erlebnis kann man nur schwer beschreiben, insbesondere wenn man einen solch tiefen Bezug zu diesen wundervollen Tieren hat.


Doch war das noch lange nicht alles… Im Titel habe ich ja geschrieben “Gedanken werden Wirklichkeit…” und genau das ist mir geschehen auf eine schier unglaubliche Art und Weise. So ist unser Radioman Christian auf die glorreiche Idee gekommen, dass wir doch einen phillippinischen Wunderheiler besuchen könnten, wenn wir schon einmal hier sind. Na klar! Die Idee hätte von mir stammen können! Also gesagt getan. Doch wo findet man so etwas? Sicher weiß der ständige Fahrdienst des Hotels etwas, dachten wir uns und fragten einen der Fahrer. Dieser wusste tatsächlich eine Adresse, sagte uns jedoch, dass man dort drei Stunden hin fahren müsse. Kein Problem! Also reingesetzt ins Auto und los gefahren. Wir hatten keine Ahnung wo uns der superfreundliche Driver hinbringen wollte, waren aber voller Erwartung. Die Fahrt selbst war schon fantastisch, denn die Phillippinen bieten auch eine wundervolle Landschaft. Zwischendurch sind wir in einem, wir würden “Landgasthof mit gut bürgerlicher Küche” dazu sagen, eingekehrt.
Lustig, wie uns die Einheimischen zusahen, als wir die superscharfen Gerichte (die wir so bestellt hatten) aßen. Nach ca. drei Stunden Fahrzeit waren wir dort. Eine interessante Anlage in Manaog, Pangasinan mit Wachdienst, der uns Zutritt zur Anlage gewehrte, mit einer Pyramide, Seminarhaus und Unterkünften. Tja, leider erfuhren wir gleich, dass Alex Orbito (da erfuhr ich zum ersten Mal wo wir uns befanden), einer der berühmtesten Heiler der Welt, gerade in Europa weilt und aus diesem Grund natürlich nicht erreichbar wäre. Na toll! Drei Stunden umsonst? Natürlich nicht! Also haben wir zumindest die Erlaubnis eingeholt, die Anlage zu besichtigen, zu der Besucher aus der ganzen Welt pilgern, und in die Pyramide zu gehen. Ich muss sagen, dass ich schon viele Kraftplätze dieser Welt erspürt habe, nachdem ich das von Eveline Grander vor vielen Jahren gelernt habe. Doch dieser Ort ist einer der kräftigsten. Eine unglaubliche Energie herrscht in dieser Pyramide, die sicher jeder auch ohne Ausbildung wahrnehmen kann. In der Mitte befindet sich ein Brunnen mit “heiligem Wasser”.

Da man sich nicht “einfach so” in solche Stätten begibt, habe ich die Spirits in der Pyramide um Einlass gebeten und die Möglichkeit dieser wunderbaren Energien gleich genutzt um mit biomatrix zu arbeiten. Klaus, der mitgefahren ist, war in der Zwischenzeit draußen vor der Pyramide und unterhielt sich mit dem Wachmann. Nach einigen Minuten ging ich wieder raus, doch Klaus meinte ich solle mir doch Zeit nehmen, wenn wir schon einmal da sind. Also noch einmal hinein in die Pyramide und weiter gearbeitet. Bevor ich nun endgültig ging, sagte ich zu den Spirits (die Geister, die die Pyramide bewohnen) sinngemäß: “Liebe Spirits, es wäre schön gewesen, wenn ich euren Erbauer hätte kennen lernen können, doch ist der ja leider in Europa. Richtet ihm bitte schöne Grüße von mir aus. Vielleicht klappt es ja ein anderes Mal…”. Dann ging ich hinaus und wunderte mich nicht schlecht…

Vor der Pyramide stand Klaus mit einem mir unbekannten Mann. Er stellte sich mir vor als der Manager der Anlage und erklärte mir, wer Alex Orbito denn eigentlich ist… eine lebende Legende, einer der berühmtesten, wenn nicht der berühmteste spirituelle Heiler der Welt. Nun, da war ich erst einmal ein klein wenig geplättet. Aus einer spontanen Idee wurde etwas weltbewegendes. Doch es wurde noch viel besser!

Romeo, der Manager, teilte mir mit, dass Mr. Orbito zwar normalerweise hunderte auf einmal empfängt, er für mich jedoch eine Privataudienz in Manila organisieren könne, wenn er aus Europa zurück ist. Ich dachte ich höre schlecht und gleichzeitig schlug es dreizehn… Dann führte er uns exklusiv durch die Anlage und in sein Büro, wo wir Kontaktdaten austauschten.

Also bisher war das vergleichbar mit einem Japaner, der in Bayern das Geburthaus vom Papst besucht, da mal rein geht, sich höflich bedankt und mal sagt, dass er ja gerne den Papst persönlich getroffen hätte, der jedoch leider nicht da ist und draußen steht plötzlich ein Kardinal und sagt “Deine Gebete wurden erhört! Du bekommst eine Privataudienz in Rom”. Nun, auch wenn ich mit Kirche und Papst ehrlich gesagt wenig am Hut habe, so ist es doch für mich vergleichbar unglaublich gewesen. Doch noch war es eine Ansage ohne wirklichen Termin. Also Romeo wollte sich darum kümmern und mir bescheid geben. … Ein paar Tage später kam er dann tatsächlich. Der ersehnte Anruf! Wir waren gerade auf dem Rückweg von Subic Bay, Blue Rock, noch richtig aufgedreht vom Jetski fahren, als mein Handy läutete und Romeo mir einen Termin im Diamond Hotel in Manila vorschlug. Natürlich nahm ich sofort an und zwei Tage später hatte der Fahrdienst wieder einen schönen Auftrag: “Bring den Künzel mal schnell nach Manila in’s Diamond!”. Der Fahrer sah mich an, als hätte ich ihn gebeten in den Vatikan zu fahren und erklärte mir, dass das Diamond Hotel ein sieben Sterne Hotel sei. Nun, wo ist das Problem? Also los! Ich wusste nicht, dass es 7-Sterne in Manila gibt. Doch wenn der es sagt… nachgeprüft habe ich das nicht. Es hat gelangt, dass ich durch eine Schleuse musste. Einmal drin kam ich mir dann jedoch vor wie ein Multimillionär. Zumindest wurde ich so behandelt. Wer hier drin ist, ist etwas. Egal wer er ist.

Ich war ein paar Minuten vorher dort und Alex Orbito verspätete sich ein klein wenig aufgrund des unglaublichen Verkehrs in Manila, aber das sind ja keine deutschen Verhältnisse und so hatte ich Gelegenheit die exzellenten Speisen und Getränke zu probieren. Dann war es so weit. Bodyguard, Manager und Alex L. Orbito persönlich kamen zu mir an den Tisch. Es ist schwer zu beschreiben, was dann geschah. Auf jeden Fall begrüßten wir uns mit einer Umarmung, als hätten wir uns schon zwanzig Jahre nicht mehr gesehen. Schier unglaublich. Was darauf folgte, waren unter Anderem eine Einladung zum Heilerseminar und weitere Dinge, die ich hier an dieser Stelle jedoch nicht veröffentlichen möchte. Nur so viel: Es hat alle meine kühnsten Hoffnungen um Klassen übertroffen. Danach ging es für Alex Orbito direkt weiter zu Pressekonferenz und TV-Sendung.

Tja, leider war Tags darauf der Rückflug angesagt und somit auch wieder der unterirdische KLM-Fraas. Nach der absolut exzellenten phillippinischen Küche mehr als eine Zumutung und spätestens als ich in Amsterdam ankam und die ersten Mitarbeiter solche waren: “Ich habe eine Uniform an und Du bist ein Depp, so lange ich die an habe!” war ich wieder zurück in der Realität. Oder im Albtraum? Da bin ich mir noch nicht ganz sicher…
Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf den Return to the Phillipines. Doch diesmal mit Lufthansa und wehe, die beziehen die Bordverpflegung aus Holland…