Verspätete Urlaubsgrüße aus Boracay – Perle der Philippinen

Ok, es ist nicht gerade hochaktuell. Ostern ist schon einige Zeit vorbei, doch möchte ich das nicht vorenthalten was ich auf meinem diesjährigen Asien-Ausflug erlebt habe. Nachdem ich letztes Jahr die Philippinen als ein geniales Urlaubsland entdeckt habe, bin ich auch dieses Jahr wieder dort hin gereist. Wenn man sich bereits auskennt, ist das natürlich gleich etwas ganz anderes. Diesmal ging es nach übelsten Erfahrungen mit KLM (ein Engländer braucht drei Jahre Intensivausbildung um derart ungenießbar kochen zu können, wie die KLM-Bordküche) mit der Lufthansa nach Honkong und von dort aus mit einer Philippinischen Airline weiter zur Clark Airbase in Angeles. Dort verbrachte ich ein paar Tage mit großen Überraschungen! Und schon sind wir wieder bei der Hypnose! Inzwischen kannte ich ja bereits mehrere Einheimische und so wurde ich gleich vom Flughafen abgeholt. Das Wetter war genial, das Hotel ebenfalls und die Kombination aus Ursache und Wirkung sorgte dafür, dass ich bei einer Prozedur dabei sein durfte, die ich seither nur aus dem TV kannte. Es war Karfreitag und die Karfreitagprozession war im Gange. Hier gehen junge Philippinos den Leidensweg Jesus Christus und mehrere Auserwählte lassen sich ans Kreuz nageln.

Karfreitag Philippinen 

 Philippinen 2012

Philippinen 2012 - Karfreitag Philippinen 2012 - Karfreitag

Es ist eine Form der Selbsthypnose. Die Schmerzen werden autohypnotisch unterdrückt. Das Blut ist definitiv echt… Die Nägel sind ebenfalls echt… Tauschen wollte ich in diesem Augenblick sicher nicht. Auch wenn die Prozedur am Kreuz nicht besonders lange dauert, ist sie trotz Selbsthypnose sicher nicht angenehm.

Nach ein paar Tagen Zentral-Philippinen ging es dann mit Flugzeug und Bus weiter zur Insel Boracay. Weißer Sandstrand, wunderschönes Wetter, 28 Grad Wassertemperatur, kaum Europäer, viele freie Strandliegen und Preise, die einem Schweizer die Tränen in die Augen treiben (wenn er an seine Heimat denkt). All you can eat – Buffet für umgerechnet 5 Euro…

Boracay - Philippinen 2012 Boracay 2012

Wolfgang Künzel auf Boracay 2012 Boracay 2012

Boracay ist mehr als ein Geheimtipp! Zugegeben, man muss schon erfahren in Fernreisen sein und unerschrocken ohne Reiseleitung zurecht kommen, doch lohnt es sich unbedingt! Eine wunderschöne Insel erwartet einen mit rund um die Uhr Programm und extrem moderaten Preisen! Ein Paradies für Taucher und einfach nur zum Entspannen. Als einzige Einschränkung empfand ich nur die eingeschränkte Reisezeit. Regenzeit und Taifune gibt es in dieser Region und daher sollte man vorher gut recherchieren. Ich habe es optimal getroffen mit der Reisezeit um Ostern.

Boracay 2012 Boracay 2012

Boracay 2012 Boracay 2012

Da es auch auf der schönsten Insel irgendwann langweilig werden kann, habe ich mich entschlossen, einen alten Traum wahr zu machen und so meldete ich mich zu einem Tauchkurs “Padi Open Water Diver” an. Ein “National Geographics Dive Center” und ein Schweizer Tauchlehrer erwarteten mich. Die Tauchschule war, so weit ich das beurteilen kann, richtig gut. Geschenkt wurde mir jedenfalls nichts! Zunächst ging es nach einiger Theorie im Pool zur Sache, direkt danach wurde im Meer das erlernte in die Tat umgesetzt. Rettungsübungen und allerlei andere Dinge wurden geprobt und nach den erforderlichen Tauchgängen und einer schriftlichen Abschlußprüfung hatte ich den “Open Water Diver”-Schein erworben.

Nun war noch viel Urlaub da … und 18 Meter Tauchtiefe stellen doch eine Begrenzung dar. Also habe ich gleich weiter gemacht. Mit fünf weiteren Tauchgängen, inklusive Tieftauchen, Wracktauchen, Nachttauchen, Navigieren und Fotografieren unter Wasser, mit Sauerstoff angereichter Luft und einer weiteren Prüfung hatte ich den “Advanced Open Water Diver” und den “Enriched Air Diver” (Nitrox) in der Tasche.

Boracay 2012 Boracay 2012

 Boracay 2012 Schildkröte, Boracay 2012

Es war schon ein interessantes Gefühl, selbst einmal wieder die Schulbank zu drücken und irgendwie habe ich mich immer wieder gefühlt wie ein Hypnoseschüler. Ich habe mir selbst bewiesen, dass es kein Problem ist, Dinge zu tun, die andere auch tun. ;-)

Auf dem Rückweg ging es noch nach China und Hongkong… Ein Abstecher, der sich nicht gelohnt hat. Unglaublich, wenn man aus dem Paradies kommt und dann so etwas erleben muss:

China - Shenzhen - 2012 China 2012 - Shenzhen

Hongkong 2012 Hongkong

Alles in allem eine rundum gelungene Reise mit vielen Eindrücken, die man nicht in Worte fassen kann und wieder einmal das Bewusstsein erweitert… Diese Welt ist so schön, wenn sie nicht von uns Menschen kaputt gemacht wird…

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